Kommentar:
Was ist neu im OPS Version 2027?
Der OPS wird gemäß der Verfahrensordnung für die Festlegung der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification (ICD-10-GM) und des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) auf der Grundlage des § 295 Absatz 1 Satz 9 und § 301 Absatz 2 Satz 7 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) jährlich überarbeitet.
Für die Version 2027 wurden 141 Vorschläge zur Anpassung des OPS an die Erfordernisse der Entgeltsysteme und der externen Qualitätssicherung von Vertreterinnen und Vertretern der Fachgesellschaften und Verbände und von Einzelpersonen eingereicht. Hinzu kamen im diesjährigen Revisionsverfahren 51 Anträge aus dem NUB-Verfahren.
Die meisten Änderungen und Ergänzungen im amtlichen OPS Version 2027 sind mit den Selbstverwaltungspartnern im Rahmen der Arbeitsgruppe OPS des Kuratoriums für Fragen der Kodiersysteme im Gesundheitswesen (KKG) abgestimmt. Dazu fanden seit der letzten Revision des OPS 5 Beratungen der Arbeitsgruppe statt.
Darüber hinaus wurden weitere Anpassungen notwendig, die sich aus dem Kalkulationsverfahren ergeben haben und die dem BfArM vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) mitgeteilt worden sind.
Alle Änderungen und Ergänzungen dienen – soweit sie über Fehlerkorrekturen hinausgehen – der Weiterentwicklung der Entgeltsysteme für die stationäre und ambulante Versorgung und der externen Qualitätssicherung.
Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe OPS des Kuratoriums für Fragen der Kodiersysteme im Gesundheitswesen (KKG), beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und bei den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Mitgliedsgesellschaften der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) sowie des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) für ihre Zuarbeit, Beratung und fachliche Unterstützung bei der Bearbeitung dieser Version.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen in der Version 2027 des OPS.
Allgemeine Änderungen
Im Rahmen der Bearbeitung dieser Version wurden, soweit erforderlich, in der gesamten Klassifikation einschließlich Vorspann und Anhängen redaktionelle Korrekturen durchgeführt.
Neben der Einführung, Unterteilung, Verschiebung und Streichung von Kodes wurden Klassenattribute (Inklusiva, Exklusiva und Hinweise) ergänzt bzw. angepasst, um die Inhalte einzelner Klassen oder auch ganzer Gruppen präziser zu definieren und damit eine korrekte Verschlüsselung zu unterstützen. Hier sei insbesondere auf die Überarbeitung des Hinweises bei dem Kode 1‑942 für die komplexe neuropädiatrische Diagnostik mit Ergänzung um weitere neurophysiologische Untersuchungsmethoden in dem Mindestmerkmal hingewiesen.
Vorspann und Anhänge wurden, soweit erforderlich, inhaltlich an die Änderungen in der Klassifikation angepasst und ergänzt.
Alle Änderungen in den Kodes der Klassifikation finden Sie im Detail in der Aktualisierungsliste, die auf den Webseiten des BfArM zu finden ist: www.bfarm.de – Kodiersysteme – Services – Downloads
In der folgenden Darstellung wird daher nicht jede Änderung oder Ergänzung beschrieben, sondern es werden lediglich Hinweise auf geänderte Stellen gegeben.
Änderungen nach Kapiteln
Die Reihenfolge der hier aufgeführten Änderungen orientiert sich an der Systematik des OPS.
KAPITEL 5: OPERATIONEN
Operationen an endokrinen Drüsen
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Überarbeitung und Umstrukturierung der Kodes für die Operationen an Schilddrüse und Nebenschilddrüse. Auslagerung der Replantation (von Gewebe) einer Nebenschilddrüse auf die bestehenden Kodes 5‑069.3 ff. für die Gruppe Operationen an endokrinen Drüsen (5‑06...5‑07). Auslagerung der Information, ob bei einer Schilddrüsenoperation eine Parathyreoidektomie erfolgt, durch Ergänzung eines Hinweises auf die zusätzliche Kodierung einer partiellen Nebenschilddrüsenresektion oder einer Parathyreoidektomie mit den Kodes 5‑066 ff., 5-067 ff., 5‑068.0 oder 5‑068.1. Unterteilung des Kodes für die Exploration im Rahmen einer Inzision im Gebiet der Schilddrüse (5‑060.2 ff.) nach Art des Organs. Neue Unterteilung des Kodes für die Hemithyreoidektomie nach Mitbeteiligung der Gegenseite und Verschiebung und Überleitung des Kodes 5‑062.5 für die subtotale Resektion, einseitig mit Hemithyreoidektomie der Gegenseite auf den Kode 5‑061.6. Ergänzung eines Hinweises bei den Kodes für die partielle Nebenschilddrüsenresektion, dass diese für Exzisionen von Teilen von Epithelkörperchen zu verwenden sind sowie Ergänzung eines Exklusivums, dass bei vollständiger Exzision eines oder mehrerer Epithelkörperchen die Kodes 5‑067 ff. für die Parathyreoidektomie zu verwenden sind. Weitere Unterteilung des Kodes für die Parathyreoidektomie nach den verschiedenen Konstellationen der Anzahl und Seite der Epithelkörperchen sowie teilweise der Art der Exploration. Einführung eines neuen Kodes für die Exploration im Rahmen einer Operationen an der Nebenschilddrüse durch Sternotomie (5‑068.3). Einführung eines neuen Kodes für die Exploration im Rahmen einer Operation an der Schilddrüse durch Sternotomie (5‑064.8)
Operationen an den Augen
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Einführung neuer Kodes für die Myopexie an mehreren Augenmuskeln mit weiteren Maßnahmen (5‑10k.a, 5‑10k.b)
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Einführung neuer Kodes für die Auffüllung und Entfernung eines intraokularen Medikamententrägers (5‑169.6, 5‑169.7)
Operationen an den Ohren
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Unterteilung der Kodes für die Einführung eines Kochleaimplantates nach teil- und vollimplantierbar sowie nach Anzahl und Art der Elektroden (5‑209.2 ff., 5‑209.j ff.)
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Unterteilung des Kodes für den Wechsel eines Kochleaimplantates nach teil- und vollimplantierbar sowie nach Anzahl und Art der Elektroden (5‑209.7 ff., 5‑209.k ff.)
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Unterteilung des Kodes für die Entfernung eines Kochleaimplantates nach teil- und vollimplantierbar (5‑209.80, 5‑209.81)
Operationen an Nase und Nasennebenhöhlen
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Einführung neuer Zusatzkodes für die Anzahl der Mometasonfuroat-freisetzenden, selbstexpandierenden, bioresorbierbaren Implantate mit Unterteilung nach Anzahl der Implantate (5‑22a.0 ff.)
Operationen an Lunge und Bronchus
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Einführung neuer Kodes für die atypische Lungenresektion sowie die Segmentresektion der Lunge mit regionaler Lypmphadenektomie (5‑322.ck bis 5‑322.cq, 5‑322.d4, 5‑322.eg bis 5‑322.ek, 5‑22.fk bis 5‑322.fq, 5‑322.g4, 5‑322.hg bis 5‑322.hk, 5-323 ff.)
Operationen am Herzen
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Einführung neuer Zusatzkodes im Kodebereich für den Ersatz von Herzklappen durch Prothese für die Art der Thorakotomie (5‑35b.4 ff.). Im Rahmen dessen Überarbeitung und Umstrukturierung des Kodebereiches 5-351 ff. für die Mitralklappe mit Streichung der Kodes 5‑351.1 ff. und 5‑351.2 ff. mit Überleitung auf die neuen Kodes für die Mitralklappe ohne Angabe des Zuganges (5‑351.8 ff.) zusammen mit dem zutreffenden Zusatzkode aus 5-35b.4 ff.
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Einführung neuer Zusatzkodes für die Anwendung einer papillarmuskelapproximierenden Verankerungsstruktur und eines subanulären Verankerungsringes bei kathetergestütztem Mitralklappenersatz (5‑35b.24, 5‑35b.25)
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Unterteilung der Kodes für die offen chirurgische und die endoskopische epikardiale bipolare Radiofrequenzablation nach den isolierten Strukturen (5‑371.47 bis 5‑371.49, 5-371.57 bis 5-371.59)
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Unterteilung des Kodes für die Ligatur eines Herzohres nach Art der Ligatur (5‑379.10 bis 5‑379.12) und Auslagerung der Exzision eines Herzohres aus dem Kode 5‑373.0 mit Überleitung auf einen neuen Kode (5‑379.13)
Operationen am Verdauungstrakt
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Einführung neuer Kodes für die Wiederherstellung der Kontinuität des Dickdarmes bei temporärem Blindverschluss beider Schenkel, unterteilt nach Art des Zuganges (5‑467.c ff.)
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Einführung einer Subklassifikationsliste für die Art des Zuganges bei den Kodes für die anatomische (typische) Leberresektion (5‑502 ff.)
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Einführung einer Subklassifikationsliste für die Art des Zuganges bei den Kodes für die Leberteilresektion und Hepatektomie (zur Transplantation) (5‑503.3 ff. bis 5‑503.6 ff.)
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Einführung neuer Kodes für den endoskopischen (assistierten), total extraperitonealen Verschluss einer Narbenhernie mit alloplastischem, allogenem oder xenogenem Material mit Komponentenseparation (5‑536.4p, 5‑536.4q)
Operationen an den Bewegungsorganen
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Einführung eines neuen Kodes für die offen chirurgische Bandplastik des lateralen Bandapparates des Sprunggelenkes mit allogenem Material (5‑806.e)
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Einführung neuer Zusatzkodes für die Mitentfernung einer Prothese im Rahmen einer Amputation oder Exartikulation der unteren Extremität, unterteilt nach Art der Lokalisation der Prothese (5‑86a.50, 5‑86a.51) und neuer Hinweis bei 5-87, dass die (Mit-)Entfernung einer Mammaprothese mit dem entsprechenden Kode aus 5-889 ff. für die Prothesenentfernung gesondert zu kodieren ist
Zusatzinformationen zu Operationen
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Einführung eines neuen Zusatzkodes für den handgeführten OP-Roboter ohne Roboterarm (5‑987.4)
KAPITEL 6: MEDIKAMENTE
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Streichung der Kodes für die parenterale Applikation und Einführung neuer Kodes für die intravenöse und die intravitreale Applikation des Wirkstoffs/Medikamentes Bevacizumab (6‑002.s ff., 6-002.t)
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Wiedereinführung des Kodes für die parenterale Applikation für den Wirkstoff/das Medikament Catumaxomab (6‑005.1)
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Streichung der Dosisklassen bei dem Wirkstoffe/Medikament Pixantron, parenteral (6‑006.e ff.)
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Streichung der Kodes für die parenterale Applikation und Einführung neuer Kodes für die intravenöse und die subkutane Applikation des Wirkstoffs/Medikamentes Pembrolizumab (6‑009.s ff., 6‑009.t ff.)
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Einführung neuer Dosisklassen bei den Wirkstoffen/den Medikamenten Treosulfan, parenteral zur Konditionierung vor Stammzelltransplantation (6‑00c.j ff.), Acalabrutinib, oral (6‑00d.1 ff.), Zanubrutinib, oral (6‑00f.n ff.), Tremelimumab, parenteral (6‑00k.a ff.)
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Streichung des Kodes für die parenterale Applikation und Einführung neuer Kodes für die intravenöse und die subkutane Applikation des Wirkstoffs/Medikamentes Isatuximab mit (6‑00e.p ff., 6-00e.q ff.)
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Einführung neuer Kodes für bestimmte Wirkstoffe/Medikamente (6‑00q.0 bis 6‑00q.g, 6‑00r.0 bis 6‑00r.f)
KAPITEL 8: NICHT OPERATIVE THERAPEUTISCHE MASSNAHMEN
Immuntherapie
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Streichung und Überleitung des Kodes für die spezifische allergologische Immuntherapie mit Bienengift oder Wespengift (8‑030.0) auf neue Kodes für Bienengift (8‑030.1) und Wespengift (8‑030.2) und Einführung eines neuen Kodes für die Immuntherapie mit Pflanzenpollen (8‑030.3)
Strahlentherapie
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Einführung eines neuen Kodes für Strahlentherapie zur Bestrahlungsplanung mit präfraktioneller Plananpassung (8‑529.9)
Transfusion von Plasma, Plasmabestandteilen und Infusion von Volumenersatzmitteln
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Einführung eines neuen Zusatzkodes für die Anwendung von Cyanoacrylat zur selektiven Embolisation bei (perkutan‑)transluminaler Gefäßintervention (8‑83b.26)
KAPITEL 9: ERGÄNZENDE MASSNAHMEN
Andere ergänzende Maßnahmen und Informationen
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Einführung neuer Kodes für die Behandlungsbereiche P2 bis P5, die im Anwendungsbereich der Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie (PPP-RL) liegen (9-986 ff.)